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	<title>Kommentare zu Leuchtspur</title>
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	<description>Lichtspuren folgen</description>
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		<title>Kommentare von nihilistischeGesellschaft zu Der Nihilismus und seine Kinder</title>
		<link>http://leuchtspur.wordpress.com/2008/02/11/der-nihilismus-und-seine-kinder/#comment-192</link>
		<dc:creator>nihilistischeGesellschaft</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 21:24:10 +0000</pubDate>
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		<description>Nun, ebenfalls berechtigte Antwort :)
Wenn schon Werbung, dann auch schmackhaft...

Was macht Menschen auch längerfristig zufrieden, über die Summe kurzer Glücksmomente hinaus ? 
- Familie, Freunde und Zeit, sie ihnen zu widmen, elementare Bedürfnisse, einen Trost aus der Belanglosigkeit der Existenz, eine Aufgabe gerne und mit der Gewissheit der Gemeinschaft einen wertvollen Dienst erfüllen zu können.
Kurzweilige Konsumgüter, sozialer Status, Unterhaltung und das unpersönliche &quot;Might is right&quot; Arbeitsklima vermögen dies nicht dauerhaft diese zu ersetzen.

Was ist besser, nur einen Faktor als Ursache im Spiel des Ganzen zu beurteilen oder mehrere gleichzeitig zu berücksichtigen ? Was ist besser, exotische Tiere in Zoos zu sperren und schmutzig-graue Betonbauten soweit das Auge reicht, viele Millionen Hektar frei entblößtes Land mit  Vieh- und Ackerböden oder artenreiche Natur, Vielfalt und prachtvolle Wildnis ? Was ist besser, gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten, was über das eigene Leben hinausgeht, oder die Verfolgung individueller Bedürfnisse ohne Rücksicht auf das holistische Gefüge der Welt und aktueller, sowie kommender Generationen ? Was ist besser, soziale Wahrheit, die angenehm klingt, aber nicht realistisch ist oder Realität, möge sie auch hart sein, zu aktzeptieren und das Beste draus zu machen ? Was ist besser, 8 Stunden am Tat sitzend Papier herumreichen zu müssen, während das Leben an einem vorbeizieht oder so wenig wie möglich arbeiten zu können, draußen die Zeit mit seinen Kindern zu verbringen, und etwas nachzugehen, was man genießt zu tun ? Was ist besser, sinnvolle Aktivität im Freien &amp; Drinnen (physisch, mental) oder mediale Betäubung gegen Langeweile und erzwungene Selbstreflexion ? Was ist besser, geistige Seichtheit oder ein intensiveres Erlebnis des Seins ? Was ist besser, die Schuld im Externen oder in Anderen zu suchen aus Angst, für seine Taten selbst verantwortlich zu sein oder frohen Mutes sich eingestehen, dass man sein eigenes Schicksal schmiedet ? Warum haben wir Angst vor dem Tod, wenn wir unser Leben doch so konstruktiv leben könnten, dass wir den Tod transzendieren ? Warum stellen wir Tonnen an sinnlosem Gegenständen der Unterhaltung und der Statussymbole her, deren Herstellung und Material, Erde, Mensch und Tierwelt vergiftet, wenn es doch nur so weniges ist, was wir wirklich brauchen ? Warum fühlen sich viele Menschen so unerfüllt, depressiv und gelangweilt ? ...


Auf der Indifferenz zwischen Relativismus und dem Fehlen absoluter Wahrheiten auszuharren, führt zu nichts. Objektive Begründungen gibt es eben nicht, Antworten liegen in unserem Innern, das uns sagt, was wir vom Leben wirklich erfahren möchten und unserer sensorischen Realität, sowie u.a. wissenschaftlichen Modellen, die uns Wahrscheinlichkeiten aufzeigen, was pragmatisch-realistisch möglich ist. Unsere &quot;holistischen, integralistischen, gesünderen und realistischeren Werte&quot; arbeiten auf das Ziel eines Lebens frei von Angst, Oberflächlichkeit und stattdessen auf das Ziel der Ästhetik und geistig erfüllender Erfahrung hin. Was unserer Meinung nach Ästhetik ist, mit welchen Werten, Ideen und Methoden wir das erreichen möchten und warum wir glauben, dass sie zu erwünschter Erkenntnis führen, steht unter obigem Link. Man fühle sich frei, nicht mit Methoden, Ideen und Zielen oder unserer Analyse der aktuellen Weltverfassung einverstanden zu sein und andere Wegzeichen zu befolgen, die ihn hoffentlich zum &quot;Guten&quot; weisen. Die Zeit wird es zeigen.

Vielleicht hat dich dies hat zumindest zur weiteren Lektüre motiviert.

Gruß
leere</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, ebenfalls berechtigte Antwort <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Wenn schon Werbung, dann auch schmackhaft&#8230;</p>
<p>Was macht Menschen auch längerfristig zufrieden, über die Summe kurzer Glücksmomente hinaus ?<br />
- Familie, Freunde und Zeit, sie ihnen zu widmen, elementare Bedürfnisse, einen Trost aus der Belanglosigkeit der Existenz, eine Aufgabe gerne und mit der Gewissheit der Gemeinschaft einen wertvollen Dienst erfüllen zu können.<br />
Kurzweilige Konsumgüter, sozialer Status, Unterhaltung und das unpersönliche &#8222;Might is right&#8220; Arbeitsklima vermögen dies nicht dauerhaft diese zu ersetzen.</p>
<p>Was ist besser, nur einen Faktor als Ursache im Spiel des Ganzen zu beurteilen oder mehrere gleichzeitig zu berücksichtigen ? Was ist besser, exotische Tiere in Zoos zu sperren und schmutzig-graue Betonbauten soweit das Auge reicht, viele Millionen Hektar frei entblößtes Land mit  Vieh- und Ackerböden oder artenreiche Natur, Vielfalt und prachtvolle Wildnis ? Was ist besser, gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten, was über das eigene Leben hinausgeht, oder die Verfolgung individueller Bedürfnisse ohne Rücksicht auf das holistische Gefüge der Welt und aktueller, sowie kommender Generationen ? Was ist besser, soziale Wahrheit, die angenehm klingt, aber nicht realistisch ist oder Realität, möge sie auch hart sein, zu aktzeptieren und das Beste draus zu machen ? Was ist besser, 8 Stunden am Tat sitzend Papier herumreichen zu müssen, während das Leben an einem vorbeizieht oder so wenig wie möglich arbeiten zu können, draußen die Zeit mit seinen Kindern zu verbringen, und etwas nachzugehen, was man genießt zu tun ? Was ist besser, sinnvolle Aktivität im Freien &amp; Drinnen (physisch, mental) oder mediale Betäubung gegen Langeweile und erzwungene Selbstreflexion ? Was ist besser, geistige Seichtheit oder ein intensiveres Erlebnis des Seins ? Was ist besser, die Schuld im Externen oder in Anderen zu suchen aus Angst, für seine Taten selbst verantwortlich zu sein oder frohen Mutes sich eingestehen, dass man sein eigenes Schicksal schmiedet ? Warum haben wir Angst vor dem Tod, wenn wir unser Leben doch so konstruktiv leben könnten, dass wir den Tod transzendieren ? Warum stellen wir Tonnen an sinnlosem Gegenständen der Unterhaltung und der Statussymbole her, deren Herstellung und Material, Erde, Mensch und Tierwelt vergiftet, wenn es doch nur so weniges ist, was wir wirklich brauchen ? Warum fühlen sich viele Menschen so unerfüllt, depressiv und gelangweilt ? &#8230;</p>
<p>Auf der Indifferenz zwischen Relativismus und dem Fehlen absoluter Wahrheiten auszuharren, führt zu nichts. Objektive Begründungen gibt es eben nicht, Antworten liegen in unserem Innern, das uns sagt, was wir vom Leben wirklich erfahren möchten und unserer sensorischen Realität, sowie u.a. wissenschaftlichen Modellen, die uns Wahrscheinlichkeiten aufzeigen, was pragmatisch-realistisch möglich ist. Unsere &#8222;holistischen, integralistischen, gesünderen und realistischeren Werte&#8220; arbeiten auf das Ziel eines Lebens frei von Angst, Oberflächlichkeit und stattdessen auf das Ziel der Ästhetik und geistig erfüllender Erfahrung hin. Was unserer Meinung nach Ästhetik ist, mit welchen Werten, Ideen und Methoden wir das erreichen möchten und warum wir glauben, dass sie zu erwünschter Erkenntnis führen, steht unter obigem Link. Man fühle sich frei, nicht mit Methoden, Ideen und Zielen oder unserer Analyse der aktuellen Weltverfassung einverstanden zu sein und andere Wegzeichen zu befolgen, die ihn hoffentlich zum &#8222;Guten&#8220; weisen. Die Zeit wird es zeigen.</p>
<p>Vielleicht hat dich dies hat zumindest zur weiteren Lektüre motiviert.</p>
<p>Gruß<br />
leere</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Leuchtspur zu Der Nihilismus und seine Kinder</title>
		<link>http://leuchtspur.wordpress.com/2008/02/11/der-nihilismus-und-seine-kinder/#comment-191</link>
		<dc:creator>Leuchtspur</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 13:51:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://leuchtspur.wordpress.com/?p=25#comment-191</guid>
		<description>&quot;Berechtigte Frage. Unser Maßstab ist das Leben/Realität : &quot;

Selbst für einen geringen Zeitaufwand ist diese Antwort völlig unbefriedigend.
Es stimmt sicher, daß man heutzutage mit seiner Zeit sorgfältig umgehen muß; deswegen macht mich die gegebene Antwort auf den angegebenen Link nicht neugierig.
Beste Grüße!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Berechtigte Frage. Unser Maßstab ist das Leben/Realität : &#8220;</p>
<p>Selbst für einen geringen Zeitaufwand ist diese Antwort völlig unbefriedigend.<br />
Es stimmt sicher, daß man heutzutage mit seiner Zeit sorgfältig umgehen muß; deswegen macht mich die gegebene Antwort auf den angegebenen Link nicht neugierig.<br />
Beste Grüße!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von nihilistischeGesellschaft zu Der Nihilismus und seine Kinder</title>
		<link>http://leuchtspur.wordpress.com/2008/02/11/der-nihilismus-und-seine-kinder/#comment-190</link>
		<dc:creator>nihilistischeGesellschaft</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 09:10:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://leuchtspur.wordpress.com/?p=25#comment-190</guid>
		<description>Berechtigte Frage. Unser Maßstab ist das Leben/Realität :

http://www.anus.com/zine/philosophy/

Aufgrund Ermanglung an Zeit wird dieser Link hoffentlich deine Frage beantworten.

Beste Grüße

GNUS</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Berechtigte Frage. Unser Maßstab ist das Leben/Realität :</p>
<p><a href="http://www.anus.com/zine/philosophy/" rel="nofollow">http://www.anus.com/zine/philosophy/</a></p>
<p>Aufgrund Ermanglung an Zeit wird dieser Link hoffentlich deine Frage beantworten.</p>
<p>Beste Grüße</p>
<p>GNUS</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Leuchtspur zu Der Nihilismus und seine Kinder</title>
		<link>http://leuchtspur.wordpress.com/2008/02/11/der-nihilismus-und-seine-kinder/#comment-189</link>
		<dc:creator>Leuchtspur</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 18:11:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://leuchtspur.wordpress.com/?p=25#comment-189</guid>
		<description>Obwohl der Kommentar wohl primär als Werbung für das weblog der nihilistischen Gesellschaft gedacht ist, sei eine kurze Anmerkung erlaubt:
Wenn die Erkenntnis, daß es keine objektiv gültigen Werten gibt, richtig ist, so sind die Menschen die alleinigen Erzeuger ihrer Werte. 
Dabei ist klar, daß wir schon je mit einem vorgegebenen Satz von Werten in jeder Gesellschaft leben.
Nun gilt es aber, diese zu begründen, nicht zuletzt, um sie dem Relativismus zu entziehen. 
Man könnte sagen, daß  die Natur die alleinige Quelle unserer Werte ist, nach der Devise &quot;Was natürlich ist, ist gut.&quot; Das wird aber allgemein als naturalistischer Fehlschluß abgelehnt.
Als einziger Prüfstein für die Frage nach dem was gut ist, bleibt also die Vernunft. - Oder? -Aber die Vernunft verhält sich zur Frage, was gut ist, völlig neutral.
Ich kann den Kategorischen Imperativ mit Vernunftgründen genau so stützen, wie das Gebot, daß alles was dem Nutzen meiner Rasse dient, gut ist.
Wenn also der nihilistische Verein sich anschickt, integralistsche, holistische, gesündere und realistischere Werte - was immer das sei - zu kreieren, so muß er sie begründen.
Und auf diese Gründe wäre ich sehr, sehr neugierig!
Beste Grüße
PS. Als Literatur empfehle ich &quot;Der Herr der Fliegen&quot; von William Golding</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Obwohl der Kommentar wohl primär als Werbung für das weblog der nihilistischen Gesellschaft gedacht ist, sei eine kurze Anmerkung erlaubt:<br />
Wenn die Erkenntnis, daß es keine objektiv gültigen Werten gibt, richtig ist, so sind die Menschen die alleinigen Erzeuger ihrer Werte.<br />
Dabei ist klar, daß wir schon je mit einem vorgegebenen Satz von Werten in jeder Gesellschaft leben.<br />
Nun gilt es aber, diese zu begründen, nicht zuletzt, um sie dem Relativismus zu entziehen.<br />
Man könnte sagen, daß  die Natur die alleinige Quelle unserer Werte ist, nach der Devise &#8222;Was natürlich ist, ist gut.&#8220; Das wird aber allgemein als naturalistischer Fehlschluß abgelehnt.<br />
Als einziger Prüfstein für die Frage nach dem was gut ist, bleibt also die Vernunft. &#8211; Oder? -Aber die Vernunft verhält sich zur Frage, was gut ist, völlig neutral.<br />
Ich kann den Kategorischen Imperativ mit Vernunftgründen genau so stützen, wie das Gebot, daß alles was dem Nutzen meiner Rasse dient, gut ist.<br />
Wenn also der nihilistische Verein sich anschickt, integralistsche, holistische, gesündere und realistischere Werte &#8211; was immer das sei &#8211; zu kreieren, so muß er sie begründen.<br />
Und auf diese Gründe wäre ich sehr, sehr neugierig!<br />
Beste Grüße<br />
PS. Als Literatur empfehle ich &#8222;Der Herr der Fliegen&#8220; von William Golding</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von nihilitischegesellschaft zu Der Nihilismus und seine Kinder</title>
		<link>http://leuchtspur.wordpress.com/2008/02/11/der-nihilismus-und-seine-kinder/#comment-188</link>
		<dc:creator>nihilitischegesellschaft</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 17:27:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://leuchtspur.wordpress.com/?p=25#comment-188</guid>
		<description>Für eine Weiterführung des Nihilismus, welcher nicht im Erkennen des Mangels immanent objektiv-gültiger Werte endet (Fatalismus), sondern diese Erkenntnis dazu nutzt, gesünderere, integralistische, holistische und realistischere Werte wie die Moderne sie bietet (Wie man mit dem Hammer philosophiert) zu schaffen, besuche man bitte die Website der Deutschen Nihilistischen Gesellschaft (G.N.U.S.) .

Nihilismus, Heroismus, Pragmatismus, Idealismus, Traditionalismus in deutschem Maßstab : http://www.anus.com/tribes/gnus

Wordpress Propaganda Blog:
http://nihilistischegesellschaft.wordpress.com/about/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Für eine Weiterführung des Nihilismus, welcher nicht im Erkennen des Mangels immanent objektiv-gültiger Werte endet (Fatalismus), sondern diese Erkenntnis dazu nutzt, gesünderere, integralistische, holistische und realistischere Werte wie die Moderne sie bietet (Wie man mit dem Hammer philosophiert) zu schaffen, besuche man bitte die Website der Deutschen Nihilistischen Gesellschaft (G.N.U.S.) .</p>
<p>Nihilismus, Heroismus, Pragmatismus, Idealismus, Traditionalismus in deutschem Maßstab : <a href="http://www.anus.com/tribes/gnus" rel="nofollow">http://www.anus.com/tribes/gnus</a></p>
<p>WordPress Propaganda Blog:<br />
<a href="http://nihilistischegesellschaft.wordpress.com/about/" rel="nofollow">http://nihilistischegesellschaft.wordpress.com/about/</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Leuchtspur zu Delphi</title>
		<link>http://leuchtspur.wordpress.com/2009/10/06/delphi/#comment-186</link>
		<dc:creator>Leuchtspur</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 19:53:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://leuchtspur.wordpress.com/?p=173#comment-186</guid>
		<description>Danke</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von frank b. zu Delphi</title>
		<link>http://leuchtspur.wordpress.com/2009/10/06/delphi/#comment-185</link>
		<dc:creator>frank b.</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 08:30:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://leuchtspur.wordpress.com/?p=173#comment-185</guid>
		<description>Sehr schön ist alles beschrieben, ich bin fasziniert. 

Der Artikel war wirklich lesenswert und die Bilder gefallen mir sehr gut. 

Liebe Grüße</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr schön ist alles beschrieben, ich bin fasziniert. </p>
<p>Der Artikel war wirklich lesenswert und die Bilder gefallen mir sehr gut. </p>
<p>Liebe Grüße</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von georg zu Über das Göttliche in der Natur</title>
		<link>http://leuchtspur.wordpress.com/2009/02/01/uber-das-gottliche-in-der-natur/#comment-184</link>
		<dc:creator>georg</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 05:48:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://leuchtspur.wordpress.com/?p=136#comment-184</guid>
		<description>Hallo Leuchtspur,
danke für Deine mail. Ein amüsanter Text vor einem ernsten Hintergrund.
Aber jetzt wieder zu einem abstrakteren Themas. Einig werden wir uns vermutlich nicht, aber Dein letzter Beitrag ist eine gute Basis, um zu mindest die Differenzen deutlich herauszustellen. Differenzen bzgl. dessen was Naturalismus beinhaltet, ob er ein kohärentes Weltbild darstellt, ob spekulative Metaphysik Wahrheit erlangen und wie sie dies begründen kann, und die historische Rolle der Hegelschen Philosophie.  

Zitat
&quot;so soll auf das Problem hingewiesen sein, daß es eben nicht klar ist, was  Naturalismus denn eigentlich ist.&quot;
Im Detail mag es Auffassungsunterschiede geben, was Naturalismus denn genau ist. Aber es ist zumindest klar, was Naturalismus nicht ist. 
Wird ohne den geringsten empirischen Beleg, postuliert, dass diese Welt durch ein geistiges Wesen (genannt Gott, Geist oder das Absolute) verursacht worden ist, wie dies Hegel, Hösle und Wandschneider tun, ist das mit Naturalismus nicht vereinbar. Auch nicht, wenn man diesem Wesen die Eigenschaft zuschreiben würde, sich innerweltlich nicht einzumischen. Und mit welcher Berechtigung wollte man auch einem Wesen, das so mächtig ist, dass es Welten schaffen kann vorschreiben, was es zu tun oder zu lassen hat.

Zitat
&quot;Das lassen wir mal so stehen und wenden es auf Kant selber an:&quot;
Es hat mich überrascht, dass Du Kant gegenüber so kritisch eingestellt bist, aber von Relevanz in diesem Zusammenhang sind weniger seine sonstigen Aussagen über das &#039;Ding an sich&#039; oder das Absolute, als seine Kritik am Anspruch spekulativer Philosophie, wahre Aussagen über Transzendentes machen zu können, die auch im Titel &#039;Kritik der reinen Vernunft&#039; zum Ausdruck kommt.  
Das ist eine bleibende Leistung. Auch wenn es mehr als ein Jahrhundert gedauert hat, bis diese Erkenntnis allmählich allgemein anerkannt wird.
Wie recht er damit hat, erkennt man z. B. daran, wenn man bei Hösle, der soviel von Geltung spricht,  fragt, wie er begründen kann, warum man das, was er über das Absolute sagt, für wahr halten soll; das Geltungsproblem eben. Da ist nichts.
Wer etwas anderes behauptet, ist gefordert den Nachweis zu erbringen. Und das ist eben der Unterschied zwischen dieser Sorte Philoophie und Wissenschaft. Während Wissenschaft versucht, einen Nachweis für Ihre Behauptungen zu erbringen, werden die idealistischen Geister im Nichtprüfbaren verortet. Das Streben nach Wahrheit ist hier offensichtlich nicht das erkenntnisleitende Interesse. 
Ich erhebe nicht den Anspruch, Wissenschaft könne und werde alles, aber ich behaupte. ein richtiges Weltbild müsse kohärent sein und Naturalismus mit Geistern ist das nicht.
 
Zitat
&quot;Wir unterscheiden uns auch im Hinblick auf die Ausblendung des historischen Prozesses&quot;
Ich bin doch sehr erstaunt, dass Du mir eine Ausblendung des historischen Prozesses vorhältst. Ich habe doch gerade auf die Bedeutung der seinerzeitigen politischen Auseinandersetzungen um absolutistische oder konstitutionelle Monarchie oder gar demokratische Republik für das Verständnis der Hegelschen Philosophie hingewiesen. Und auch darauf, dass die Meinungen, die Hegel zum Ausdruck bringt eben seine subjektiven in der damaligen Zeit gewonnenen sind, und eben nicht, wie die Dialektik das vortäuscht, objektiv logische Ableitungen aus dem Begriff.         
Und gerade ein Historiker würde Wert darauf legen, welche Wirkungen die politischen Auseinadersetzungen seiner Zeit auf Hegels Philosophie haben und welche Wirkungen und Nachwirkungen Hegels Philosophie auf diese und folgende politischen Auseinadersetzungen hat (die Nazifrage!). 
Gerade die Betrachtung der Rolle des deutschen Idealismus im historischen Prozess zwischen 1789 und 1945, als Gegenbewegung gegen Aufklärung und Individualismus und insbesondere Hegels Betonung des deutschen Geistes, der Machtstaatsgedanke, die Forderung nach Unterordnung und Aufopferung des Individuums, sind es ja, die zu einer wenig freundlichen Bewertung meinerseits führen.
Dass die Stein-, Hardenbergschen Reformen auch positiv zu bewerten sind, ist unbestritten. Aber der aufgeklärte (preußisch-deutsche) Absolutismus, unterstützt vom deutschen Idealismus, legt eben weniger Wert auf die Rechte des Individuums und Volkssouveränität, als auf Nationalismus und Staatsvergottung. Die halbierte Aufklärung mit den bekannten Folgen eben.

  
Ich hoffe, dass ich damit, noch verbliebene Missverständnisse, ausgeräumt habe.  

Alles Gute
georg</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Leuchtspur,<br />
danke für Deine mail. Ein amüsanter Text vor einem ernsten Hintergrund.<br />
Aber jetzt wieder zu einem abstrakteren Themas. Einig werden wir uns vermutlich nicht, aber Dein letzter Beitrag ist eine gute Basis, um zu mindest die Differenzen deutlich herauszustellen. Differenzen bzgl. dessen was Naturalismus beinhaltet, ob er ein kohärentes Weltbild darstellt, ob spekulative Metaphysik Wahrheit erlangen und wie sie dies begründen kann, und die historische Rolle der Hegelschen Philosophie.  </p>
<p>Zitat<br />
&#8222;so soll auf das Problem hingewiesen sein, daß es eben nicht klar ist, was  Naturalismus denn eigentlich ist.&#8220;<br />
Im Detail mag es Auffassungsunterschiede geben, was Naturalismus denn genau ist. Aber es ist zumindest klar, was Naturalismus nicht ist.<br />
Wird ohne den geringsten empirischen Beleg, postuliert, dass diese Welt durch ein geistiges Wesen (genannt Gott, Geist oder das Absolute) verursacht worden ist, wie dies Hegel, Hösle und Wandschneider tun, ist das mit Naturalismus nicht vereinbar. Auch nicht, wenn man diesem Wesen die Eigenschaft zuschreiben würde, sich innerweltlich nicht einzumischen. Und mit welcher Berechtigung wollte man auch einem Wesen, das so mächtig ist, dass es Welten schaffen kann vorschreiben, was es zu tun oder zu lassen hat.</p>
<p>Zitat<br />
&#8222;Das lassen wir mal so stehen und wenden es auf Kant selber an:&#8220;<br />
Es hat mich überrascht, dass Du Kant gegenüber so kritisch eingestellt bist, aber von Relevanz in diesem Zusammenhang sind weniger seine sonstigen Aussagen über das &#8216;Ding an sich&#8217; oder das Absolute, als seine Kritik am Anspruch spekulativer Philosophie, wahre Aussagen über Transzendentes machen zu können, die auch im Titel &#8216;Kritik der reinen Vernunft&#8217; zum Ausdruck kommt.<br />
Das ist eine bleibende Leistung. Auch wenn es mehr als ein Jahrhundert gedauert hat, bis diese Erkenntnis allmählich allgemein anerkannt wird.<br />
Wie recht er damit hat, erkennt man z. B. daran, wenn man bei Hösle, der soviel von Geltung spricht,  fragt, wie er begründen kann, warum man das, was er über das Absolute sagt, für wahr halten soll; das Geltungsproblem eben. Da ist nichts.<br />
Wer etwas anderes behauptet, ist gefordert den Nachweis zu erbringen. Und das ist eben der Unterschied zwischen dieser Sorte Philoophie und Wissenschaft. Während Wissenschaft versucht, einen Nachweis für Ihre Behauptungen zu erbringen, werden die idealistischen Geister im Nichtprüfbaren verortet. Das Streben nach Wahrheit ist hier offensichtlich nicht das erkenntnisleitende Interesse.<br />
Ich erhebe nicht den Anspruch, Wissenschaft könne und werde alles, aber ich behaupte. ein richtiges Weltbild müsse kohärent sein und Naturalismus mit Geistern ist das nicht.</p>
<p>Zitat<br />
&#8222;Wir unterscheiden uns auch im Hinblick auf die Ausblendung des historischen Prozesses&#8220;<br />
Ich bin doch sehr erstaunt, dass Du mir eine Ausblendung des historischen Prozesses vorhältst. Ich habe doch gerade auf die Bedeutung der seinerzeitigen politischen Auseinandersetzungen um absolutistische oder konstitutionelle Monarchie oder gar demokratische Republik für das Verständnis der Hegelschen Philosophie hingewiesen. Und auch darauf, dass die Meinungen, die Hegel zum Ausdruck bringt eben seine subjektiven in der damaligen Zeit gewonnenen sind, und eben nicht, wie die Dialektik das vortäuscht, objektiv logische Ableitungen aus dem Begriff.<br />
Und gerade ein Historiker würde Wert darauf legen, welche Wirkungen die politischen Auseinadersetzungen seiner Zeit auf Hegels Philosophie haben und welche Wirkungen und Nachwirkungen Hegels Philosophie auf diese und folgende politischen Auseinadersetzungen hat (die Nazifrage!).<br />
Gerade die Betrachtung der Rolle des deutschen Idealismus im historischen Prozess zwischen 1789 und 1945, als Gegenbewegung gegen Aufklärung und Individualismus und insbesondere Hegels Betonung des deutschen Geistes, der Machtstaatsgedanke, die Forderung nach Unterordnung und Aufopferung des Individuums, sind es ja, die zu einer wenig freundlichen Bewertung meinerseits führen.<br />
Dass die Stein-, Hardenbergschen Reformen auch positiv zu bewerten sind, ist unbestritten. Aber der aufgeklärte (preußisch-deutsche) Absolutismus, unterstützt vom deutschen Idealismus, legt eben weniger Wert auf die Rechte des Individuums und Volkssouveränität, als auf Nationalismus und Staatsvergottung. Die halbierte Aufklärung mit den bekannten Folgen eben.</p>
<p>Ich hoffe, dass ich damit, noch verbliebene Missverständnisse, ausgeräumt habe.  </p>
<p>Alles Gute<br />
georg</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von Leuchtspur zu Über das Göttliche in der Natur</title>
		<link>http://leuchtspur.wordpress.com/2009/02/01/uber-das-gottliche-in-der-natur/#comment-183</link>
		<dc:creator>Leuchtspur</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 12:58:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://leuchtspur.wordpress.com/?p=136#comment-183</guid>
		<description>Hallo Georg!
&lt;blockquote&gt;

ich vermisse noch eine Stellungnahme zu Kants Argumentation, dass der Anspruch, mit   spekulativer Metaphysik ohne Verankerung in der Erfahrung wahre Erkenntnis erlangen zu können, zum Scheitern verurteilt ist.&lt;/blockquote&gt;
Das lassen wir mal so stehen und wenden es auf Kant selber an:
Zwischen den Positionen eines subjektiven Idealismus und eines Realsimus nimmt Kant eine mittlere Position ein, wenn er zwar die Bedingungen der Erkenntnis (Raum und Zeit, Kausalität,etc.) von einem prinzipiell unerkennbaren Ding an sich postuliert, über das wir deswegen auch keine Aussagen machen können, da es jenseits aller Erfahrung ist. Jedoch  behaupteter er stets, daß diese Ding an sich unsere Sinne &quot;affiziert&quot;. Er wendet also das Prinzip der Kausalität, das ja ein &quot;gänzlich dieseitiges&quot; ist, auf das Ding an sich an, ein offensichtlicher Widerspruch.
Wenden wir den Gedanken auf das Prinzip des Absoluten an. Das Absolute als das Ding an sich, worüber wir im Kantschen Sinn nichts sagen können. Dieses Absolute ist aber auch die erste Ursache, ohne deren Annahme wir einem infiniten Regress verfielen. Auch hier tut sich der gleiche Widerspruch auf, wie beim affizierenden Ding an sich.
Um auf deine obige Erinnerung zurück zu kommen, ein Zitat von Humbold: &quot;Das Absolute muss auf abstractem Wege ergründet, das Wirkliche auf gelehrtem erforscht (werden,lsp),....&quot; (aus Humbold-W.Bd.2,71; ich zitiere das hier aus einer DVD: Quellen Philosophie; Deutscher Idealismus) 
Erkenntnis kann man auf beide Weise, mit Verstand und mit Vernunft, gewinnen. Daß Aussagen über die objektiv gegebene  Natur  den methodischen und metaphysischen Bedingungen der Naturwissenschaft genügen müssen, ist unbestritten. Auch liegt es in der Natur der Sache im Rahmen der Naturwissenschaft so wenig metaphysische Annahmen zu machen wie möglich. Was jedoch keineswegs ausschließt, in Bereichen, die naturwissenschaftliche  Betrachtung übersteigt, nach Antworten zu suchen. Und zu behaupten, alle Fragen würden letztlich durch die Wissenschaft entschieden und sie mit diesem Wechsel auf zukünftige Antworten dennoch in den Bereich prüfbarer, in Kern naturwissenschaftlich prüfbarer, Probleme zu ziehen, ist ein ad hoc Postulat - kann man glauben, muß es aber nicht, um Dich zu zitieren.

Zu den übrigen Punkten scheinen wir uns in vielem zu wiederholen. In manchem erinnern unsere Ausführungen an einen Schulenstreit und da Schulensteitigkeiten wohl primär dazu da sind, die eigene Position zu bestätigen, wird auch die Wiederholung der Einwände keine Pauluserlebnis hervorbringen.
Ich möchte abschließend noch einmal versuchen, unsere wesentlichen Unterschiede herauszustellen.
1. Du vertrittst eine naturalistische Position. Das würde ich auch von mir behaupten. Der Streitpunkt ist das Bild von Naturalismus, das wir haben. Wenn ich zuspitzend von Physikalismus sprach, so soll damit auf das Problem hingewiesen sein, daß es eben nicht klar ist, was Naturalismus denn eigentlich ist. Du behauptest, das wesentliche über die Natur sagen die Naturwissenschaften und so sei auch deren Methode des Erkenntnisgewinns allgemeinverbindlich.  Ich bin der Meinung, die Naturwissenschaften beschreiben nur einen Aspekt  der Natur  und nicht das Ganze und so ist auch die Methode der Naturwissenschaft nur ein Teilaspekt. 
2. Du nennst die wissenschaftlich überprüfbaren Aussagen wahr, alles andere ist unsicher, eine Wahrheit zweiter Güte, wenn überhaupt. Auch hier unterscheiden wir uns. Naturwissenschaftliche Aussagen sind primär funktionale Aussagen, sie sagen etwas darüber aus, wie ein Sachverhalt funktioniert. Aus der Einschränkung, die ich im Hinblick auf die Naturwissenschaft in Pkt.1 gemacht habe, resultiert, daß die naturwissenschaftlichen Aussagen eben nicht, wie man volkstümlich sagen kann, die ganze Wahrheit garantieren, was ich ja durch den Hinweis auf die Maschinentheorie der Organismen weiter oben dargelegt habe.
3) Ein letzter Punkt noch. Wir unterscheiden uns auch im Hinblick auf die Ausblendung des historischen Prozesses aus der Betrachtung der Wissenschaft. Deine Wertung heute nicht mehr haltbarer Aussagen in  Hegels Philosophie (z.B. Bewertung der preußischen Monarchie, u.a.(1) vernachlässigt die Berücksichtigung der konkreten Zeitumstände  und stellt einen Blick von heute auf die  Situation dar, kein Historiker würde das durchgehen lassen. Die zugrunde liegende Auffassung ist doch die, daß es einen Fortschritt in der Geschichte gibt. Das kann man, skeptisch, bezweifeln. Mir ist es aber eine, vielleicht naive, Hoffnung, auch wenn viele sich in dem was als sie als fortschrittlich bezeichneten, geirrt haben.. 
Viele Grüße

1)Schließlich war Preußen damals nach den Steinschen Reformen, nach der Humboldschen Bildungsreform etc. auf dem Wege ein modernes, aufgeklärtes Staatswesen zu werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Georg!</p>
<blockquote>
<p>ich vermisse noch eine Stellungnahme zu Kants Argumentation, dass der Anspruch, mit   spekulativer Metaphysik ohne Verankerung in der Erfahrung wahre Erkenntnis erlangen zu können, zum Scheitern verurteilt ist.</p></blockquote>
<p>Das lassen wir mal so stehen und wenden es auf Kant selber an:<br />
Zwischen den Positionen eines subjektiven Idealismus und eines Realsimus nimmt Kant eine mittlere Position ein, wenn er zwar die Bedingungen der Erkenntnis (Raum und Zeit, Kausalität,etc.) von einem prinzipiell unerkennbaren Ding an sich postuliert, über das wir deswegen auch keine Aussagen machen können, da es jenseits aller Erfahrung ist. Jedoch  behaupteter er stets, daß diese Ding an sich unsere Sinne &#8222;affiziert&#8220;. Er wendet also das Prinzip der Kausalität, das ja ein &#8222;gänzlich dieseitiges&#8220; ist, auf das Ding an sich an, ein offensichtlicher Widerspruch.<br />
Wenden wir den Gedanken auf das Prinzip des Absoluten an. Das Absolute als das Ding an sich, worüber wir im Kantschen Sinn nichts sagen können. Dieses Absolute ist aber auch die erste Ursache, ohne deren Annahme wir einem infiniten Regress verfielen. Auch hier tut sich der gleiche Widerspruch auf, wie beim affizierenden Ding an sich.<br />
Um auf deine obige Erinnerung zurück zu kommen, ein Zitat von Humbold: &#8222;Das Absolute muss auf abstractem Wege ergründet, das Wirkliche auf gelehrtem erforscht (werden,lsp),&#8230;.&#8220; (aus Humbold-W.Bd.2,71; ich zitiere das hier aus einer DVD: Quellen Philosophie; Deutscher Idealismus)<br />
Erkenntnis kann man auf beide Weise, mit Verstand und mit Vernunft, gewinnen. Daß Aussagen über die objektiv gegebene  Natur  den methodischen und metaphysischen Bedingungen der Naturwissenschaft genügen müssen, ist unbestritten. Auch liegt es in der Natur der Sache im Rahmen der Naturwissenschaft so wenig metaphysische Annahmen zu machen wie möglich. Was jedoch keineswegs ausschließt, in Bereichen, die naturwissenschaftliche  Betrachtung übersteigt, nach Antworten zu suchen. Und zu behaupten, alle Fragen würden letztlich durch die Wissenschaft entschieden und sie mit diesem Wechsel auf zukünftige Antworten dennoch in den Bereich prüfbarer, in Kern naturwissenschaftlich prüfbarer, Probleme zu ziehen, ist ein ad hoc Postulat &#8211; kann man glauben, muß es aber nicht, um Dich zu zitieren.</p>
<p>Zu den übrigen Punkten scheinen wir uns in vielem zu wiederholen. In manchem erinnern unsere Ausführungen an einen Schulenstreit und da Schulensteitigkeiten wohl primär dazu da sind, die eigene Position zu bestätigen, wird auch die Wiederholung der Einwände keine Pauluserlebnis hervorbringen.<br />
Ich möchte abschließend noch einmal versuchen, unsere wesentlichen Unterschiede herauszustellen.<br />
1. Du vertrittst eine naturalistische Position. Das würde ich auch von mir behaupten. Der Streitpunkt ist das Bild von Naturalismus, das wir haben. Wenn ich zuspitzend von Physikalismus sprach, so soll damit auf das Problem hingewiesen sein, daß es eben nicht klar ist, was Naturalismus denn eigentlich ist. Du behauptest, das wesentliche über die Natur sagen die Naturwissenschaften und so sei auch deren Methode des Erkenntnisgewinns allgemeinverbindlich.  Ich bin der Meinung, die Naturwissenschaften beschreiben nur einen Aspekt  der Natur  und nicht das Ganze und so ist auch die Methode der Naturwissenschaft nur ein Teilaspekt.<br />
2. Du nennst die wissenschaftlich überprüfbaren Aussagen wahr, alles andere ist unsicher, eine Wahrheit zweiter Güte, wenn überhaupt. Auch hier unterscheiden wir uns. Naturwissenschaftliche Aussagen sind primär funktionale Aussagen, sie sagen etwas darüber aus, wie ein Sachverhalt funktioniert. Aus der Einschränkung, die ich im Hinblick auf die Naturwissenschaft in Pkt.1 gemacht habe, resultiert, daß die naturwissenschaftlichen Aussagen eben nicht, wie man volkstümlich sagen kann, die ganze Wahrheit garantieren, was ich ja durch den Hinweis auf die Maschinentheorie der Organismen weiter oben dargelegt habe.<br />
3) Ein letzter Punkt noch. Wir unterscheiden uns auch im Hinblick auf die Ausblendung des historischen Prozesses aus der Betrachtung der Wissenschaft. Deine Wertung heute nicht mehr haltbarer Aussagen in  Hegels Philosophie (z.B. Bewertung der preußischen Monarchie, u.a.(1) vernachlässigt die Berücksichtigung der konkreten Zeitumstände  und stellt einen Blick von heute auf die  Situation dar, kein Historiker würde das durchgehen lassen. Die zugrunde liegende Auffassung ist doch die, daß es einen Fortschritt in der Geschichte gibt. Das kann man, skeptisch, bezweifeln. Mir ist es aber eine, vielleicht naive, Hoffnung, auch wenn viele sich in dem was als sie als fortschrittlich bezeichneten, geirrt haben..<br />
Viele Grüße</p>
<p>1)Schließlich war Preußen damals nach den Steinschen Reformen, nach der Humboldschen Bildungsreform etc. auf dem Wege ein modernes, aufgeklärtes Staatswesen zu werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von georg zu Über das Göttliche in der Natur</title>
		<link>http://leuchtspur.wordpress.com/2009/02/01/uber-das-gottliche-in-der-natur/#comment-182</link>
		<dc:creator>georg</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 14:45:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://leuchtspur.wordpress.com/?p=136#comment-182</guid>
		<description>Hallo Leuchtspur,
ich vermisse noch eine Stellungnahme zu Kants Argumentation, dass der Anspruch, mit   spekulativer Metaphysik ohne Verankerung in der Erfahrung wahre Erkenntnis erlangen zu können, zum Scheitern verurteilt ist.

Zitat
„Zu der objektiven Vernunft ( des objektiven Idealismus) gibt es aus meiner Sicht gute Gründe, bessere jedenfalls als für einen Naturalismus physikalistischer Prägung.“

Mit dem Ausdruck ‚ Naturalismus physikalistischer Prägung’ kann ich nicht so richtig was anfangen. Das klingt für mich ein bisschen nach Strohmann. Ich vermag aucg nicht einzusehen, warum die wissenschaftliche Methode nicht in der Lage sein sollte noch Fehlendes aufzufinden. Was die guten Gründe angeht: der Nachweis, oder zumindest eine plausible Begründung, wie wahre Erkenntnis über Transzendentes gefunden werden kann, steht M. E. noch aus.

Zitat
„Wenn Du nun sagst, die Welt ist wie sie ist und die einzig wahren Aussagen darüber machen die Naturwissenschaften, so ist dieser Satz, den Du formulierst, kein naturwissenschaftlicher, sondern ein metaphysischer Satz.“

Was ich meine ist, dass Objektivierbarkeit und Prüfbarkeit von Aussagen einen gewissen Grad von Wahrheit gewährleisten. Das heißt nicht dass Naturalismus sich nur (empirisch) geprüfter Aussagen bedienen darf. Der Naturalismus, wie jedes Weltbild, kommt auch nicht ohne nicht beweisbare Annahmen (Metaphysik) aus. Gerhard Vollmer hat dazu in ‚Evolutionäre Erkenntnistheorie’ auch schon etwas geschrieben. Ich zitiere ihn erneut, diesmal aus ‚Auf der Suche nach der Ordnung; Beiträge zu einem naturalistischen Welt- und Menschenbild’: 
„Es hat sich aber gezeigt, dass wir ohne metaphysische Annahmen nicht auskommen, auch nicht in der Wissenschaft. … Wie viel Metaphysik sollen wir dann zulassen? Die naturalistische Antwort ist eindeutig: nur soviel Metaphysik wie nötig. … Sind solche metaphysischen Voraussetzungen auch nicht empirisch prüfbar (weil man alles Erleben als eine Art Traum deuten kann), so sind sie doch kritisierbar, etwa in Hinblick auf Widerspruchsfreiheit, Erklärungsweite, Selbstanwendbarkeit, Willkürfreiheit, Denkökonomie, Fruchtbarkeit. … bei der Betrachtung einer solchen Minimalmetaphysik lassen sich Gesichtspunkte unterscheiden: wie findet man sie? Und welche Rolle spielt sie? Man findet sie durch Analyse, durch Reflexion auf die Voraussetzungen unseres Denkens und Tuns. Diese Analyse ist eine typisch philosophische Tätigkeit. …“    
Bunge/Mahner in ‚Über die Natur der Dinge’ schreiben zu dem Thema: „Sowohl die Einzelwissenschaften als auch die Ontologie fragen nach der Natur der Dinge. Doch während die Einzelwissenschaften dies im Detail tun und empirisch prüfbare Theorien hervorbringen, ist die Ontologie extrem allgemein und kann nur durch ihre Übereinstimmung mit den Einzelwissenschaften geprüft werden. Hiermit wird deutlich, dass es keine Trennlinie, geschweige denn einen Abgrund zwischen Wirklichkeitswissenschaft und Ontologie gibt. Tatsächlich sind einige der interessantesten wissenschaftlichen Fragen zugleich ontologische wie ‚Was ist leben?’ oder ‚Was ist Geist’.“
Zitat
„Das zu behandelnde Thema, ich erinnere nochmals daran, ist die Gesetzmäßigkeit der Welt.“

Wer sich primär für Fragen wie die nach der Gesetzmäßigkeit interessiert, wird sich bei den Wissenschaften, die sich mit dieser Thematik befassen, informieren, bzw. bei Philosophie, die sich an diese Wissenschaften anlehnt. Die gibt es nämlich auch. Wer in einen Vortrag mit dem Titel ‚Über das Göttliche in der Natur’ geht, dessen primäre Motive sind vermutlich eher andere.
Wandschneider sagt ja auch ganz offen, dass die Brauchbarkeit für die Theologie Kriterium für die Güte seiner Argumentation ist. Das Streben nach objektiver wahrer Erkenntnis steht da nach meinem Eindruck nicht im Vordergrund. 

Zitat
„irgendwie scheinen deine Aussagen ungenau, wenn Du Religion und Metaphysik in einem Atemzug nennst.“

Es ist durchaus nicht so, dass ich Religion und Metaphysik gleichsetze. Ich habe dies hier lediglich gemacht, weil gerade aktuell, anlässlich des Darwin-Jahrs, in diesem Sinne argumentiert wird. Den Begriff Religion kann man an dieser Stelle auch streichen. Das Argument bleibt hiervon unberührt.
Erstens: Wenn der Naturalismus richtig ist, lässt sich die Welt grundsätzlich vollständig naturalistisch beschreiben, ohne Rückgriff auf (anthropozentrische) Götter und Geister (Geister, die den in der Evolution entstandenen Lebewesen vorhergehen).
Wenn der Naturalismus richtig ist, sind Hegels oder Hösles oder Wandschneiders oder sonst welche philosophischen Systeme, die solche Geister postulieren falsch. 
Zweitens: Fragen nach der Strukturiertheit der Welt, Evolution der Welt, Evolution des Lebens usw. sind genuin naturwissenschaftliche auch wenn die eine oder andere derzeit oder vielleicht auch niemals beantwortet werden kann. Und Aussagen zu diesen Fragen sind
selbstverständlich von naturwissenschaftlichem Interesse und Bedeutung und müssen sich an naturwissenschaftlicher Erkenntnis und wissenschaftlicher Methodik messen lassen.
Drittens: Bereits Kant hat (in der Kritik der reinen Vernunft) ausführlich dargelegt, dass durch metaphysische Spekulation, ohne Verankerung in der Erfahrung, Wahrheit nicht gefunden werden kann. Hegel hat auch gar nicht erst versucht, Kants Argumentation zu widerlegen. Er hat lediglich behauptet, Kant habe nicht verstanden, worum es in der Philosophie ginge, nämlich um die Wahrheit und die gewinne man aus dem Begriff.
Da es unendlich viele denkbare metaphysische Systeme geben kann, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein konkretes der Wahrheit auch nur nahe kommt praktisch Null. Wenn man sich das Beispiel der Quantenphysik vor Augen führt, die ja Aussagen über die Grundlagen unser realen empirischen Welt trifft, und auf die Mensch ohne Empirie niemals gekommen wäre, um wie viel unwahrscheinlicher sind die Erfolgsaussichten eine spekulativen Metaphysik zu Themen, die diese empirische Welt transzendiert?

Zitat
„Zum Einwand mangelnder Präzision ein Beispiel aus C.Daniel “Hegel verstehen”
Daniel zitiert darin Platon …“

Du verwechselst da etwas Wesentliches: Man kann sich mittels Dialektik präzise und deutlich zu irgendeinem Thema äußern. Das haben Dialektiker wie Heraklit, Platon, Hegel, Marx, Engels, Lenin, Stalin, Hösle, Wandschneider u. a. auch schon immer gemacht. Z. b: zur Institution des Staates. Platon hat sich ausführlich dazu geäußert. Bei Hegel ist eine absolutistische Monarchie „die Idee Gottes auf Erden“. Bei Marx stirbt der Staat ab. Stalin hat  
mal folgendes gesagt: „Wir sind für das Absterben des Staates. Wir sind jedoch gleichzeitig für die Verstärkung der Diktatur des Proletariats, der stärksten und mächtigsten Staatsmacht, die jeweils bestanden hat. Höchste Entwicklung der Staatsmacht zur Vorbereitung der Bedingungen für das Absterben der Staatsmacht – so lautet die marxistische Formel. Ist das ‚widerspruchsvoll’? Ja das ist ‚widerspruchsvoll’. Aber dieser Widerspruch ist dem Leben eigen, und er widerspiegelt vollständig die Marxsche Dialektik.“ (Politischer Rechenschaftsbericht des Zentralkomitees an den XVI. Parteitag  (1930) zitiert in Topitsch, Ernst; Die Sozialphilosophie Hegels als Heilslehre und Herrschaftsideologie)
Unpräzise definiert bzgl. ihrer Anwendbarkeit, sind grundlegende Begriffe der Dialektik. „Ein Beispiel dafür ist die Verwendung des Ausdrucks ‚Negation’, der gleicherweise zur Bezeichnung der logischen Verneinung, der mannigfaltigen realen Konflikte und Schwierigkeiten und schließlich sogar der bloßen Verschiedenheit gebraucht wird. So ist leicht überall ‚Negationen’ zu finden und durch sie Beliebiges aus Beliebigem ‚hervorgehen’ zu lassen.“ (Topitsch; Die Sozialphilosophie …)
Dasselbe gilt auch für den Begriff ‚Widerspruch’, der nach Belieben als formallogischer oder als dialektischer interpretiert werden kann (Siehe das schöne Beispiel von Stalin).
Diese Mehrdeutigkeit grundlegender begriffe der Dialektik ist es, die deren universelle Anwendbarkeit begründet und u. a. auch, warum es in Büchern über richtige Logik keinen Abschnitt mit der Überschrift ‚Dialektik’ gibt.

Zitat
„Mit dieser Ausgrenzung kann man jeden Denkfortschritt diskretitieren.“
Aus der Distanz sieht man manche Dinge klarer. Die 200 Jahre Abstand zu Hegels Zeit lassen deutlich erkennen, dass vieles was dialektisch, angeblich logisch, abgeleitet wurde, einfach die Vorstellungen seiner Zeit sind, die in den jeweiligen Sachverhalt hineinprojiziert und mit Dialektik wieder herausgelesen wurden, wie z. B. die Rolle von Mann und Frau: „Die natürliche Bestimmtheit der Geschlechter erhält durch ihre Vernünftigkeit intellektuelle und sittliche Bedeutung. … (§§ 165 ff. Rechtsphilosophie) Bei Hösle und Wandschneider, die näher am (heutigen) Zeitgeist argumentieren, fällt das nicht so deutlich ins Auge. Verglichen mit Hegels absolutistischer Monarchie und der Forderung nach der Unterordnung des Individuums unter deren höheren Zweck, ist es natürlich sympathisch, wenn Hösle aus dem absoluten eine pluralistische Demokratie herausliest. Aber was ist, wenn das Absolute seine Meinung ändert und einen totalitären Staat fordert? Die Dialektik würde sich da als Instrument anbieten.

Einer der Unterschiede zwischen Wissenschaft und Ideologie ist, dass in der Wissenschaft die grenzen zwischen geprüftem Wissen und Spekulation leicht erkennbar sind, während Ideologien dazu neigen diese zu verwischen. Dialektik ist ein Instrument das sich zu diesem Zweck eignet. 

Soviel für diesmal
mfg georg</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Leuchtspur,<br />
ich vermisse noch eine Stellungnahme zu Kants Argumentation, dass der Anspruch, mit   spekulativer Metaphysik ohne Verankerung in der Erfahrung wahre Erkenntnis erlangen zu können, zum Scheitern verurteilt ist.</p>
<p>Zitat<br />
„Zu der objektiven Vernunft ( des objektiven Idealismus) gibt es aus meiner Sicht gute Gründe, bessere jedenfalls als für einen Naturalismus physikalistischer Prägung.“</p>
<p>Mit dem Ausdruck ‚ Naturalismus physikalistischer Prägung’ kann ich nicht so richtig was anfangen. Das klingt für mich ein bisschen nach Strohmann. Ich vermag aucg nicht einzusehen, warum die wissenschaftliche Methode nicht in der Lage sein sollte noch Fehlendes aufzufinden. Was die guten Gründe angeht: der Nachweis, oder zumindest eine plausible Begründung, wie wahre Erkenntnis über Transzendentes gefunden werden kann, steht M. E. noch aus.</p>
<p>Zitat<br />
„Wenn Du nun sagst, die Welt ist wie sie ist und die einzig wahren Aussagen darüber machen die Naturwissenschaften, so ist dieser Satz, den Du formulierst, kein naturwissenschaftlicher, sondern ein metaphysischer Satz.“</p>
<p>Was ich meine ist, dass Objektivierbarkeit und Prüfbarkeit von Aussagen einen gewissen Grad von Wahrheit gewährleisten. Das heißt nicht dass Naturalismus sich nur (empirisch) geprüfter Aussagen bedienen darf. Der Naturalismus, wie jedes Weltbild, kommt auch nicht ohne nicht beweisbare Annahmen (Metaphysik) aus. Gerhard Vollmer hat dazu in ‚Evolutionäre Erkenntnistheorie’ auch schon etwas geschrieben. Ich zitiere ihn erneut, diesmal aus ‚Auf der Suche nach der Ordnung; Beiträge zu einem naturalistischen Welt- und Menschenbild’:<br />
„Es hat sich aber gezeigt, dass wir ohne metaphysische Annahmen nicht auskommen, auch nicht in der Wissenschaft. … Wie viel Metaphysik sollen wir dann zulassen? Die naturalistische Antwort ist eindeutig: nur soviel Metaphysik wie nötig. … Sind solche metaphysischen Voraussetzungen auch nicht empirisch prüfbar (weil man alles Erleben als eine Art Traum deuten kann), so sind sie doch kritisierbar, etwa in Hinblick auf Widerspruchsfreiheit, Erklärungsweite, Selbstanwendbarkeit, Willkürfreiheit, Denkökonomie, Fruchtbarkeit. … bei der Betrachtung einer solchen Minimalmetaphysik lassen sich Gesichtspunkte unterscheiden: wie findet man sie? Und welche Rolle spielt sie? Man findet sie durch Analyse, durch Reflexion auf die Voraussetzungen unseres Denkens und Tuns. Diese Analyse ist eine typisch philosophische Tätigkeit. …“<br />
Bunge/Mahner in ‚Über die Natur der Dinge’ schreiben zu dem Thema: „Sowohl die Einzelwissenschaften als auch die Ontologie fragen nach der Natur der Dinge. Doch während die Einzelwissenschaften dies im Detail tun und empirisch prüfbare Theorien hervorbringen, ist die Ontologie extrem allgemein und kann nur durch ihre Übereinstimmung mit den Einzelwissenschaften geprüft werden. Hiermit wird deutlich, dass es keine Trennlinie, geschweige denn einen Abgrund zwischen Wirklichkeitswissenschaft und Ontologie gibt. Tatsächlich sind einige der interessantesten wissenschaftlichen Fragen zugleich ontologische wie ‚Was ist leben?’ oder ‚Was ist Geist’.“<br />
Zitat<br />
„Das zu behandelnde Thema, ich erinnere nochmals daran, ist die Gesetzmäßigkeit der Welt.“</p>
<p>Wer sich primär für Fragen wie die nach der Gesetzmäßigkeit interessiert, wird sich bei den Wissenschaften, die sich mit dieser Thematik befassen, informieren, bzw. bei Philosophie, die sich an diese Wissenschaften anlehnt. Die gibt es nämlich auch. Wer in einen Vortrag mit dem Titel ‚Über das Göttliche in der Natur’ geht, dessen primäre Motive sind vermutlich eher andere.<br />
Wandschneider sagt ja auch ganz offen, dass die Brauchbarkeit für die Theologie Kriterium für die Güte seiner Argumentation ist. Das Streben nach objektiver wahrer Erkenntnis steht da nach meinem Eindruck nicht im Vordergrund. </p>
<p>Zitat<br />
„irgendwie scheinen deine Aussagen ungenau, wenn Du Religion und Metaphysik in einem Atemzug nennst.“</p>
<p>Es ist durchaus nicht so, dass ich Religion und Metaphysik gleichsetze. Ich habe dies hier lediglich gemacht, weil gerade aktuell, anlässlich des Darwin-Jahrs, in diesem Sinne argumentiert wird. Den Begriff Religion kann man an dieser Stelle auch streichen. Das Argument bleibt hiervon unberührt.<br />
Erstens: Wenn der Naturalismus richtig ist, lässt sich die Welt grundsätzlich vollständig naturalistisch beschreiben, ohne Rückgriff auf (anthropozentrische) Götter und Geister (Geister, die den in der Evolution entstandenen Lebewesen vorhergehen).<br />
Wenn der Naturalismus richtig ist, sind Hegels oder Hösles oder Wandschneiders oder sonst welche philosophischen Systeme, die solche Geister postulieren falsch.<br />
Zweitens: Fragen nach der Strukturiertheit der Welt, Evolution der Welt, Evolution des Lebens usw. sind genuin naturwissenschaftliche auch wenn die eine oder andere derzeit oder vielleicht auch niemals beantwortet werden kann. Und Aussagen zu diesen Fragen sind<br />
selbstverständlich von naturwissenschaftlichem Interesse und Bedeutung und müssen sich an naturwissenschaftlicher Erkenntnis und wissenschaftlicher Methodik messen lassen.<br />
Drittens: Bereits Kant hat (in der Kritik der reinen Vernunft) ausführlich dargelegt, dass durch metaphysische Spekulation, ohne Verankerung in der Erfahrung, Wahrheit nicht gefunden werden kann. Hegel hat auch gar nicht erst versucht, Kants Argumentation zu widerlegen. Er hat lediglich behauptet, Kant habe nicht verstanden, worum es in der Philosophie ginge, nämlich um die Wahrheit und die gewinne man aus dem Begriff.<br />
Da es unendlich viele denkbare metaphysische Systeme geben kann, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein konkretes der Wahrheit auch nur nahe kommt praktisch Null. Wenn man sich das Beispiel der Quantenphysik vor Augen führt, die ja Aussagen über die Grundlagen unser realen empirischen Welt trifft, und auf die Mensch ohne Empirie niemals gekommen wäre, um wie viel unwahrscheinlicher sind die Erfolgsaussichten eine spekulativen Metaphysik zu Themen, die diese empirische Welt transzendiert?</p>
<p>Zitat<br />
„Zum Einwand mangelnder Präzision ein Beispiel aus C.Daniel “Hegel verstehen”<br />
Daniel zitiert darin Platon …“</p>
<p>Du verwechselst da etwas Wesentliches: Man kann sich mittels Dialektik präzise und deutlich zu irgendeinem Thema äußern. Das haben Dialektiker wie Heraklit, Platon, Hegel, Marx, Engels, Lenin, Stalin, Hösle, Wandschneider u. a. auch schon immer gemacht. Z. b: zur Institution des Staates. Platon hat sich ausführlich dazu geäußert. Bei Hegel ist eine absolutistische Monarchie „die Idee Gottes auf Erden“. Bei Marx stirbt der Staat ab. Stalin hat<br />
mal folgendes gesagt: „Wir sind für das Absterben des Staates. Wir sind jedoch gleichzeitig für die Verstärkung der Diktatur des Proletariats, der stärksten und mächtigsten Staatsmacht, die jeweils bestanden hat. Höchste Entwicklung der Staatsmacht zur Vorbereitung der Bedingungen für das Absterben der Staatsmacht – so lautet die marxistische Formel. Ist das ‚widerspruchsvoll’? Ja das ist ‚widerspruchsvoll’. Aber dieser Widerspruch ist dem Leben eigen, und er widerspiegelt vollständig die Marxsche Dialektik.“ (Politischer Rechenschaftsbericht des Zentralkomitees an den XVI. Parteitag  (1930) zitiert in Topitsch, Ernst; Die Sozialphilosophie Hegels als Heilslehre und Herrschaftsideologie)<br />
Unpräzise definiert bzgl. ihrer Anwendbarkeit, sind grundlegende Begriffe der Dialektik. „Ein Beispiel dafür ist die Verwendung des Ausdrucks ‚Negation’, der gleicherweise zur Bezeichnung der logischen Verneinung, der mannigfaltigen realen Konflikte und Schwierigkeiten und schließlich sogar der bloßen Verschiedenheit gebraucht wird. So ist leicht überall ‚Negationen’ zu finden und durch sie Beliebiges aus Beliebigem ‚hervorgehen’ zu lassen.“ (Topitsch; Die Sozialphilosophie …)<br />
Dasselbe gilt auch für den Begriff ‚Widerspruch’, der nach Belieben als formallogischer oder als dialektischer interpretiert werden kann (Siehe das schöne Beispiel von Stalin).<br />
Diese Mehrdeutigkeit grundlegender begriffe der Dialektik ist es, die deren universelle Anwendbarkeit begründet und u. a. auch, warum es in Büchern über richtige Logik keinen Abschnitt mit der Überschrift ‚Dialektik’ gibt.</p>
<p>Zitat<br />
„Mit dieser Ausgrenzung kann man jeden Denkfortschritt diskretitieren.“<br />
Aus der Distanz sieht man manche Dinge klarer. Die 200 Jahre Abstand zu Hegels Zeit lassen deutlich erkennen, dass vieles was dialektisch, angeblich logisch, abgeleitet wurde, einfach die Vorstellungen seiner Zeit sind, die in den jeweiligen Sachverhalt hineinprojiziert und mit Dialektik wieder herausgelesen wurden, wie z. B. die Rolle von Mann und Frau: „Die natürliche Bestimmtheit der Geschlechter erhält durch ihre Vernünftigkeit intellektuelle und sittliche Bedeutung. … (§§ 165 ff. Rechtsphilosophie) Bei Hösle und Wandschneider, die näher am (heutigen) Zeitgeist argumentieren, fällt das nicht so deutlich ins Auge. Verglichen mit Hegels absolutistischer Monarchie und der Forderung nach der Unterordnung des Individuums unter deren höheren Zweck, ist es natürlich sympathisch, wenn Hösle aus dem absoluten eine pluralistische Demokratie herausliest. Aber was ist, wenn das Absolute seine Meinung ändert und einen totalitären Staat fordert? Die Dialektik würde sich da als Instrument anbieten.</p>
<p>Einer der Unterschiede zwischen Wissenschaft und Ideologie ist, dass in der Wissenschaft die grenzen zwischen geprüftem Wissen und Spekulation leicht erkennbar sind, während Ideologien dazu neigen diese zu verwischen. Dialektik ist ein Instrument das sich zu diesem Zweck eignet. </p>
<p>Soviel für diesmal<br />
mfg georg</p>
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	</item>
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